Lawinenkommissionen in Niederösterreich

Eine Lawinenkommission ist ein Beratungsgremium für die Sicherheitsbehörden (Gemeinde, Bezirkshauptmannschaft). Sie besteht aus ortskundigen und bergerfahrenen Fachleuten, die bei Bedarf zusammentreten, um die aktuelle Wetter-, Schneedecken- und Lawinensituation zu beurteilen und daraus entsprechende Empfehlungen für Lawinensicherungsmaßnahmen (z.B. Sperrungen von Straßen und Schiabfahrten oder künstliche Lawinenauslösungen) ableiten. Auch die Aufhebung von Sperren wegen Lawinengefahr beruht auf einer Lagebeurteilung durch die örtlichen Lawinenkommissionen, deren Mitglieder ehrenamtlich tätig sind.

Die Niederösterreichischen Lawinenkommissionen haben die Aufgabe, Bedarfsträger zu beraten und diesen gegebenenfalls die Anordnung von Maßnahmen zum Schutz vor Lawinengefahren zu empfehlen. Solche Bedarfsträger sind:

  • die Gemeinden die Bezirkshauptmannschaften
  • die Gebietsbauleitungen der Wildbach- und Lawinenverbauung
  • der amtliche Lawinenwarndienst
  • die Bundes- und Landesstraßenverwaltungen
  • die Österreichischen Bundesbahnen
  • die Liftgesellschaften
  • die Fremdenverkehrsverbände
  • die Bezirksforstinspektionen

Die zeitlich begrenzten Maßnahmen betreffen nur den organisierten Schiraum (Schipisten, Loipen), öffentliche Verkehrswege sowie den Siedlungsraum. Eine Beurteilung der Lawinengefahr im freien alpinen Gelände gehört hingegen nicht zu den Aufgaben der Lawinenkommissionen.

Foto: Lawinenkommission bei einem Fortbildungskurs am Dachstein (Quelle: LWD)