Tödlicher Lawinenunfall in den Türnitzer Alpen

Erstellt am 18. Januar 2019

Nach drei Saisonen ohne tödliche Lawinenunfälle in Niederösterreich (der letzte Unfall mit Todesfolge ereignete sich auf der Rax am 10.02.2015) ist es Anfang Jänner zu einem tragischen Unfall gekommen, bei dem 2 erfahrene Tourengeher ums Leben kamen. Die beiden begaben sich am 5. Jänner in den Türnitzer Alpen auf eine Skitour (Bereich Steinparztal/Stadelberg/Gschwendhütte) und waren seit diesem Zeitpunkt abgängig. Nach mehreren nicht ungefährlichen Sucheinsätzen von der Bergrettung mitsamt Lawinensuchhunden unter Mithilfe der Alpinpolizei (BM.I), des Bundesheeres und auch des Lawinenwarndienstes konnten die beiden am 16. Jänner nur noch tot geborgen werden.

Bei der Bergrettungssuche im erweiterten Unfallgelände entstanden Aufnahme. (Quelle: Robert Salzer)

In diesem Gebiet hat es in weiterer Folge stark geschneit und die Feststellung der genauen Unfallursache gestaltet sich somit schwierig. Am wahrscheinlichsten erscheint die Vermutung, dass sich bei der Abfahrt der beiden vom Bereich der Gschwendhütte ein kleines Schneebrett gelöst und sie in einer Geländevertiefung knapp unterhalb von 1000m Seehöhe total verschüttet hat. Der überlagernde „Lawinenschnee“ war untypischerweise recht weich und von weiterem Neuschnee überdeckt, die Gesamtverschüttungstiefe betrug beim Fund somit etwa 2,5 bis 3m.

Fundort der beiden verunglückten Tourengeher. (Quelle: BEV, Robert Salzer)