AKTUELLES

Do, 02.02.2012
Erkundung Gemeindealpe (Ybbstaler Alpen)

Foto: Kain
Blick vom Eisernen Herrgott Richtung Gemeindealpe. Auf der Schneedecke findet man die in den letzten Tagen und Wochen vorherrschenden Windrichtungen: Die Wechten im Hintergrund entstanden während der schneereichen Nordwestwetterlage Mitte Jänner, die Windgangeln im Vordergrund beim Südoststurm zwischen 30.01. und 01.02.2012.

Foto: Kain
Der Wind ist nicht nur der Baumeister der Lawinen, sondern ist auch für die wunderschönen Schneegebilde verantwortlich. Die ausgefrästen Figuren finden sich in den windausgesetzten Bereichen der Tour.

Foto: Kain
Das Schneeprofil wurde im Bereich des Eisernen Herrgotts in einem rund 30 Grad steilen NO-Hang gegraben. Neben diversen Harschschichten findet man Triebschneepakete die aber allgemein gut verfestigt sind. Im unteren Bereich ist der Schnee feucht. (Details findet man unter Schneeprofile).

Foto: LWD
Der Blick über den Ötschergraben Richtung Ötscher zeigt ein paar Lockerschneerutsche aus dem felsdurchsetzten Steilgelände. Obwohl man in der Umgebung sehr oft auf Risse und Schneemäuler trifft, wurden diese auf der Südseite des Ötschers nicht unmittelbar beobachtet.
Mo, 30.01.2012
Erkundung am Schneeberg

Foto: Tisch
Unser Lawinenmelder aus Puchberg, Karl Tisch, begab sich heute auf eine Erkundungstour auf den Schneeberg. Tiefe Temperaturen und eisiger SO-Wind begleiteten ihn beim Aufstieg über den Fadensteig, wo harte, windgepresste Schneeverhältnisse vorherrschten. Im Bild die Rote Schütt.

Foto: Tisch
Der stürmische Wind sorgte im Einfahrtsbereich der Breiten Ries für starke Schneeverwehungen und untypisch hohe, harte Windgangeln, die durch den Wind aus Südosten geformt wurden.

Foto: Tisch
Spuren von älteren Lawinenabgängen bspw. aus der Roten Schütt Flanke waren noch sichtbar. An den Graten befinden sich teilweise beachtliche Wechten, die durch ihre Instabilität eine potentielle Gefahrenquelle darstellen. Im Bild eine massive Wächte im Bereich Westenkogel.
Sa, 28.01.2012
Schneemäuler und Gleitschneerutsche

Foto: LWD
Die Gemeindealpe mit dem Gr. Zellerhut im Vordergrund. So wie hier am Zellerhut bilden sich derzeit im sonnseitigen Steilgelände verbreitet Risse in der Schneedecke, welche durch den temperaturbedingten Spannungswechsel zwischen Tag und Nacht entstehen. Der warme Boden begünstigt diesen Vorgang. An steilen Grashängen kann die Schneedecke von selbst abgleiten, die Anrisshöhen (oft mehrere Meter) sind beachtlich! Trotz der prognostizierten Abkühlung wird hier so schnell keine Änderung eintreten!
Fr, 27.01.2012
Schneeverhältnisse Gutensteiner Alpen

Foto: Stanglauer
Wie unser Wetter- und Lawinenmelder Stanglauer Sepp mit seinem Foto beweist, gibt es in den Gutensteiner Alpen zurzeit perfekte Schneeverhältnisse. Am Unterberg findet man bis zu 100 cm Schnee, 40 bis 50 cm Pulver liegen auf einer verharschten Altschneedecke. Hier herrschen aktuell günstige Tourenbedingungen.
Sa, 21.01.2012
Hochwechsel

Foto: LWD
Heute Mittag näherte sich von Westen die prognostizierte Warmfront (siehe Bild), am Nachmittag begann es im Wechselgebiet zu schneien. Bis Morgen Vormittag werden hier ca. 10-15cm Neuschnee erwartet. Allerdings steigt die Schneefallgrenze bis heute Nacht auf über 1.000m an.

Foto: LWD
Am Hochwechsel herrschen recht gute Tourenbedingungen. Der Regen vom 19.01. (ca. 10mm Niederschlag) hat die Schneedecke vorübergehend angefeuchtet, die nachfolgende Abkühlung in der nacht auf gestern (Ausstrahlung) hat die Oberfläche wieder verfestigt und tragfähig gemacht; auf der Harschschicht lagen heute Mittag 5cm Pulverschee.

Foto: LWD
Blick nach Norden zum Schneeberg. Mit der Warmfront frischte starker SW-Wind auf, am Schneeberg bildeten sich große Schneefahnen, der Schnee wird hier vorerst nach Norden verfrachtet.
Mi, 18.01.2012
Lawinenfortbildungskurs Eisenerzer Ramsau

Foto: LWD
Der Fortbildungskurs für die Lawinenkommissionen fand heuer vom 16.1. bis 18.1.2012 in der Eisenerzer Ramsau statt. Frau Bürgermeisterin Christine Holzweber eröffnete die abwechslungsreichen Ausbildungstage.

Foto: LWD
Wie immer gab es am ersten Tag viel Theoretisches. Neben allgemeiner Lawinenkunde lag diesmal ein Schwerpunkt bei der Ausbreitung von Rissen in der Schneedecke. Dafür konnten wir Joachim Heierli vom Frauenofer Institut in Karlsruhe gewinnen.

Foto: LWD
Am "Geländetag" wurden in Kleingruppen Schneedeckenuntersuchungen und Stabilitätstest durchgeführt. Das am Vortag im warmen Zimmer gehörte konnte man im Gelände hautnah überprüfen.
So, 15.01.2012
Neuschnee und Wind

Foto: LWD/ZAMG
Ein Tiefdruckgebiet über Nordosteuropa sorgt seit Freitag für einen stellenweise beachtlichen Neuschneezuwachs in den Niederösterreichischen Alpen. Da der Schnee unter enormen Windeinfluss und sehr kalt fiel, wurde er in alle Expositionen verfrachtet, was zu einer angespannten Situation im Skitourenbereich (Gefahrenstufe 4) als auch im Hinblick auf spontane Lawinen führte.
Mi, 11.01.2012
Erkundungsflug des LWD Niederösterreich

Foto: LWD
Am 11.01.2012 wurde seitens des Lawinenwarndienstes ein Erkundungsflug durchgeführt. Die Schneemächtigkeit stieg vom Schneeberg beginnend bis zum Hochkar rasch an. In Kammlagen hat sich sehr viel Triebschnee abgelagert.

Foto: LWD
Der stürmische Wind füllte Rinnen und Mulden auf. Auch heute konnten Schneefahnen beobachtet werden. Der frische Triebschnee überdeckt nun ältere abgangsbereite Triebschneeansammlungen.

Foto: LWD
Der Wind bearbeitete die Schneedeckenoberfläche sehr stark. Oberhalb der Baumgrenze liegt gebundener Schnee. In den tiefen Lagen konnten auch Schneemäuler beobachtet werden.

Foto: LWD
In den Ybbstaler Alpen gab es spontane Abgänge. Speziell aus dem kammnahen Gelände konnten viele frische Anrisse beobachtet werden.

Foto: LWD
Im Bereich der Türnitzer Alpen wurde festgestellt, dass die Anbruchsverbauungen noch nicht überschneit wurden.

Foto: Salzer
Spontane Lawinenabgänge am Dürrenstein.

Foto: Salzer
Schneeverfrachtungen durch starken Nordwestwind in Kammlagen im Bereich von Hochkar - Dürrenstein.
Sa, 07.01.2012
Erkundung im Ötschergebiet

Foto: LWD
Am Samstag, dem 07.01.2012 wurde von den Mitarbeitern des Lawinenwarndienstes Niederösterreich eine Erkundung im Ötschergebiet durchgeführt. Die Schneemengen waren in Summe nicht besonders groß. Höher gelegene windexponierte Stellen wurden abgeblasen, in Hohlformen sammelte sich der Triebschnee.

Foto: LWD
Der Lokalmatador Walter Friedl war mit von der Partie, hier bei der Begutachtung des verwechteten Bereichs abseits der Piste in der Nähe der Sessellift-Bergstation.

Foto: LWD
Trotz allgemein geringer Schneehöhen wurde der Windeinfluss anhand der doch recht massiven Wechtenbildung deutlich.

Foto: LWD
An einem windbeeinflussten Bereich wurde ein Profil aufgenommen. Auf einem Harschdeckel lag eine eingewehte, etwa 80cm mächtige filzige Auflage. In Oberflächennähe war Graupel eingelagert. Dieser Graupel wirkt bei weiteren Schneefällen und weiterer Windeinwirkung wie ein Kugellager für den sich ansammelnden Triebschnee.
Fr, 30.12.2011
Erkundung Rax

Foto: LWD
Am 30.12.2011 wurde eine Beurteilung der Schnee- und Lawinensituation im Bereich der Rax vorgenommen. Die Erkundung führte in den Karlgraben, wo auch ein Schneeprofil aufgenommen wurde. Auf einer harten Eisschicht hat sich 5 cm Neuschnee abgelagert. Der Neuschnee hatte nur eine geringe Verbindung mit der Altschneeoberfläche. Zusätzlich wurde Tiefenreif und kantige Formen angefunden. Diese Schichten, welche grundsätzlich als Gleitschichten zu bewerten sind, waren allerdings nicht lawinenrelevant, weil die Harschschicht sehr hart ausgeprägt ist und diese keine Kraftübertragung in die tieferen Schichten zuließ.

Foto: LWD
Die Säule konnte durch den K-O – Test nicht ausgelöst werden. Die Schneedecke war sehr stabil. Bei der Schwachschichtanalyse konnten wir Tiefenreif entdecken, der sich unter der harten Eisschicht gebildet hat.

Foto: LWD
Der Sturm führte zu lokalen Einwehungen und sorgte für schlechte Sichtbedingungen.
Mi, 28.12.2011
Beurteilung der Schneesituation in den Ybbstaler Alpen am 28.12.2011

Foto: LWD
Blick Richtung Ötscher und Dürrenstein. Der Hochnebel, welcher bis in eine Höhe von 1000 m reichte, bildete auf der Schneedeckenoberfläche Oberflächenreifkristalle aus. Diese Schicht wird sich beim nächsten Neuschneeereignis Thema werden.

Foto: LWD
Blick Richtung Hochkar. An der Hochnebelobergrenze können die frischen Kristalle beobachtet werden. In den Schattlagen blieben diese Kristalle trotz der milden Temperaturen erhalten. In der Schneedecke ist auch eine Graupelschicht eingelagert, die als Gleitschicht dienen kann. Generell ist die Schneemächtigkeit durch die milden Temperaturen zurückgegangen. Es wurden auch einige kleine Nassschneelawinen beobachtet.
Mo, 05.12.2011
Lawinenkommissions-Grundkurs auf der Planneralm

Foto: LWD
Gemeinsam mit dem LWD Steiermark fand von 5.12. bis 7.12.2011 der Lawinenkommsions-Grundkurs auf der Planneralm (Steiermark).

Foto: LWD
Aus Niederösterreich waren Mitglieder der Lawinenkommission Puchberg dabei. Am Geländetag wurden sowohl die permanente Lawinenverbauung auf der Planneralm als auch die meteorologischen Messstationen am Gstemmer unter die Lupe genommen.

Foto: LWD
Zunächst standen Theorie-Vorträge im Lehrsaal auf dem Kursprogramm. Beispielsweise referierte Fritz Salzer über die wichtigsten Rechtsgrundlagen. Darüber hinaus wurden lawinenrelevante Wetterphänomene und die daraus typischerweise resultierenden Lawinen-Gefahrenmuster aufgezeigt. Roman Findl demonstrierte überaus praxisnah das korrekte Vorgehen bei der Ersten Hilfe. Über die Durchführung der richtigen Hubschraubereinweisung berichtete Hans Stieg. Markus Mayerl stellte die Aufgaben und Projekte der WLV vor. Abgerundet wurde der Theorie-Block mit Wissenswertem rund um die Arbeitsweise des Lawinenwarndienstes.

Foto: LWD
Passend zum Kommissionskurs fielen wenigstens ein paar Zentimeter Neuschnee. Diese geringe Schneemächtigkeit hielt den LVS-Experten Ralph Grieser nicht davon ab, sämtlichen Kursteilnehmern das richtige Verhalten bei der Verschüttetensuche näher zu bringen.
Mi, 23.11.2011
Der Winter lässt weiter auf sich warten

Foto: Webcam Schneeberg
Immer wieder regeneriert sich das Hochdruckgebiet über den Alpenraum. Frontensysteme machen einen großen Bogen um uns herum oder streifen uns nur am Rande. Ein typisches Bild für den heurigen November: Wolkenloser Himmel in der Höhe und ein dichtes Nebelmeer in den Niederungen. Die Temperaturen liegen im Bergland um 2 bis 5 Grad über den langjährigen Schnitt. Der erste Lawinenlagebericht der Saison 2011/2012 wird bei einem Anstieg der Lawinengefahr herausgegeben.