Erkundung am Hochkar

Erstellt am 22. Dezember 2018

Aufgrund der Auswirkungen des recht turbulenten Wetters war heute bereits die Anfahrt in Richtung Hochkar interessant. Die milden Temperaturen und der fallende Regen sorgten je nach Höhenlage und Schneemächtigkeit für eine An- bzw. Durchfeuchtung der Schneedecke. Trotz der Tatsache, dass die Schneemächtigkeiten derzeit nicht üppig sind, lösten sich aus steileren Böschungen und aus dem Waldbereichen einige kleinere Gleitschneerutschungen.

Eine der vielen kleineren Gleitschneerutschungen auf den steilen Wiesenböschungen im niederösterreichisch-steirischen Grenzgebiet. (Quelle: LWD)
 
Gleitschneelawine am Hochkar aus dem Waldbereich auf etwa 1200m Seehöhe. (Quelle: LWD)

Die feucht-milden Verhältnisse spiegelten sich auch im aufgenommenen Schneeprofil wider, selbst auf 1700m war die Oberfläche der Schneedecke bereits feucht. Eine Schwachschicht in der Altschneedecke konnte zwar beim erweiterten Kompressionstest nicht ausgelöst werden, sehr wohl aber mit dem Blocktest entdeckt werden. Die Bruchfläche war zwar glatt, es bedurfte allerdings einer (sehr) großen Zusatzbelastung um eine Störung zu bewirken.

Der erweiterte Kompressionstest sprach nicht an, erst beim (über den Test hinausgehenden) Klopfen von hinten mit dem Schaufelblatt und... (Quelle: LWD)
 
...auch mit dem Blocktest kam eine Schwachschicht im Altschnee zum Vorschein. (Quelle: LWD)