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Erstellt am 27. November 2018Erster nennenswerter Wintereinbruch

In den Niederösterreichischen Alpen hat am gestrigen Montag (26.11.2018) der Winter ein Lebenszeichen von sich gegeben.

Webcam Damböckhaus. (Quelle: SchneebergTV)

An den Messstationen wurden bis Dienstagmorgen Neuschneezuwächse von etwa 30cm registriert. Zudem ist das Temperaturniveau gesunken, was beispielsweise am Lufttemperatur-Diagramm vom Hochwechsel anschaulich mitverfolgt werden kann. Darüberhinaus hat der Wind auf den Bergen deutlich an Stärke gewonnen, er weht am Hochwechsel mit Spitzen von über 100km/h.

Wetterstationsdiagramme vom Hochkar und vom Hochwechsel. (Quelle: LWD NÖ)
Gesamtschneehöhe am Dienstagmorgen. (Quelle: Snowgrid)

Wie geht es weiter?
Der Schneefall lässt heute im Tagesverlauf nach und klingt in der Folge überall ab. Über Österreich stellt sich ein West-Ost-Temperaturgradient ein, was für den Niederösterreichischen Alpenbereich in dieser Woche vergleichsweise tiefe Temperaturen bedeutet. Richtung Wochenende wird es auf den Bergen wieder etwas milder. Wir halten euch über die weitere Wetterentwicklung am Laufenden...

Ein West-Ost-Gradient bestimmt die Temperaturen in dieser Woche. (Quelle: ZAMG)

Erstellt am 27. November 2018Neudefinition der Lawinengrößen

Die Vereinigung der europäischen Lawinenwarndienste (EAWS: European Avalanche Warning Services) hat im Sommer 2018 eine Neudefinition der Lawinengrößen vorgenommen. Man hat sich dabei auf die folgende Unterteilung mit den entsprechenden Eckdaten geeinigt. Die beigefügten Beispielbilder sollen die angeführten Unterschiede optisch anschaulicher machen. [Weitere Definitionen finden sich im Glossar der EAWS]

Größe 1: "Kleine" Lawine (Rutsch)

  • geringe Verschüttungsgefahr; Absturzgefahr
  • bleibt typischerweise im Hang stehen
Kleine Lawine, Rutsch (Größe 1). (Quelle: LWD Tirol, EAWS)
 

Größe 2: "Mittlere" Lawine

  • kann eine Person verschütten, verletzen oder töten
  • erreicht typischerweise den Hangfuß
Mittlere Lawine (Größe 2). (Quelle: LWD Tirol, EAWS)

 

Größe 3: "Große" Lawine

  • kann PKW's verschütten und zerstören, schwere LKW's beschädigen; kann kleine Gebäude zerstören und einzelne Bäume brechen
  • überwindet flachere Geländeteile (deutlich unter 30°) über eine Distanz von weniger als 50 m
Große Lawine (Größe 3). (Quelle: LWD Tirol, EAWS)

 

Größe 4: "Sehr große" Lawine

  • kann schwere LKW's und Schienenfahrzeuge verschütten und zerstören; kann größere Gebäude und kleine Waldflächen zerstören
  • überwindet flachere Geländeteile (deutlich unter 30°) über eine Distanz von  mehr als 50 m; kann den Talboden erreichen
Sehr große Lawine (Größe 4). (Quelle: LWD Tirol, EAWS)

 

Größe 5: "Extrem große" Lawine

  • kann die Landschaft verwüsten; katastrophales Zerstörungspotenzial möglich
  • erreicht den Talboden; größte bekannte Lawine
Extrem große Lawine (Größe 5). (Quelle: LWD Tirol, EAWS)

Erstellt am 27. November 2018Neuer Saisonbericht der österreichischen Lawinenwarndienste 2017/18

Wie auch in den Vorjahren erschien Ende Oktober 2018 abermals ein gemeinsamer Winterbericht der österreichischen Lawinenwarndienste, in dem lawinenrelevante Ereignisse aus dem spannenden Winter 2017/18 detailliert aufgearbeitet und anschaulich präsentiert wurden.

Aufgrund der enormen Nachfrage aus den vergangenen Jahren können wir unser Service, die Berichte auf Anfrage kostenlos zu verschicken, leider nicht mehr anbieten. Das 220 Seiten umfassende Druckwerk ist über den Alpenverein zu beziehen (Link).

Die Druckausgabe des neuen Saisonberichts der österreichischen Lawinenwarndienste. (Quelle: ARGE österreichischer Lawinenwarndienste)

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